Mein genereller Eindruck war, dass Fotografie weniger vertreten ist, als in den vergangenen 2 Veranstaltungen vor 5 und vor 10 Jahren. Bei meinem Rundgang, der zugegeben nur einen kleinen Teil dieser gigantischen Kunstschau umfasst hat, haben mich drei Fotoarbeiten besonders berührt:

Erstens die Installation des 1954 in Athen geborenen Künstlers George Hadjimichalis bestehend aus einem Eisentisch (ca. 3 x 8 m) den er aus allen möglichen Winkeln mit unterschiedlicher Beleuchtung fotografiert hat, sodass der Eindruck eines Fluges über das griechische Festland bzw. über die griechische Inselwelt entstanden ist. Ca. 60 kleinformatige Silbergelatineabzüge sind stehend um diese Eisenplatte gruppiert. Wunderschöner Titel der Arbeit: „Crossroad. The Crossroad where Oedipus killed Laius. A discription and history oft the journey from Thebes to Corinth, Delphi, and the return to Thebes“.

Arbeiten von George Hadjimichalis auf der Documenta 2017
Arbeiten von George Hadjimichalis auf der Documenta 2017

Zweitens ist mir Eirene Efstathiou (Jahrgang 1980, Athen) aufgefallen. Ihre Arbeit basiert auf gefundenen Fotografien, die sie stark vergrößert und als Lithografien präsentiert. Die Bilder zeigen Szenen der letzten großen Demonstration in Athen 1974 am Vorabend des Falls der Militärdiktatur. Ihr Vorgehen könnt ihr euch unter www.eireneefstathiou.com näher ansehen.

Arbeiten von Eirene Efstathiou auf der Documenta 2107

Beide Arbeiten findet ihr im Fridericianum.

 

Aber am meisten haben mich – drittens – die Bilder der palestinensischen Fotografin Ahlam Shibli beeindruckt. „Heimat“ zeigt in 53 Farbfotografien Ausschnitte aus der Lebenswirklichkeit und Geschichte von (Arbeits-)Migrantinnen und Migranten der frühen Generation einerseits sowie andererseits das heutige Leben von Heimatvertriebenen des 2. Weltkrieges. Aufgenommen sind die Bilder im Nordhessischen. Einen interessanten Film über dieses Projekt findet ihr unter: http://hessenschau.de/kultur/video-36704.html

Zu sehen sind Shiblis Arbeiten in der neuen Neue Galerie (Neue Hauptpost).

Fotografien von Ahlam Shibli auf der Documenta 2017

Die Documenta in Kassel läuft noch bis zum 17. September 2017.

 

Und wieder sind zwei neue Seiten für mein Buchprojekt „Abriss“ fertig geworden. Schaut doch mal mal unter Projekte.

Und wie immer noch einige Empfehlungen:

Seit dem vergangen Wochenende ist in der Zentralbibliothek folgende Fotoausstellung eröffnet:

Ausstellungsplakat BSW-Fotogruppe: Ruhe + Bewegung

Noch bis zum 2. September 2017 könnt ihr Bilder (Steinbrüche) der Becher-Schülerin Petra Wunderlich in der Galerie Bernhard Knaus Fine Art sehen: www.bernhardknaus-art.de

So, mein Blog und ich machen im August Ferien auf Amrum. Deshalb wünsche ich:

Foto Hartmuth Schröder Frankfurt

Tschüß bis September!

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von Hartmuth Schröder (Kommentare: 0)

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